Gemeinschafts-Solarstromanlage auf der Ramensteinhalle
Zu einem Informationsabend über die Errichtung einer großen Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Ramensteinhalle Nattheim,
hatte am Mittwoch den 09.04.2003 die lokale Agendagruppe Umwelt-Wirtschaft-Verkehr geladen.
Zu den Interessenten des Abends zählten u.a. auch BM Bereska, sowie Vertreter des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung.
Die Solaranlage dient der Stromerzeugung, und wird in Form von Anteilen, an denen sich jeder Bürger beteiligen kann, erstellt.
Nach einer Einleitung, von Raimund Keim, Sprecher der Agenda21 Gruppe U-W-V ,
über die Entstehung der Idee und gute Erfahrungen bei verschiedenen örtlichen Privatanlagen, ging es gleich an den fachlichen Teil,
der vom geladenen Referenten Heinz Schäffer durchgeführt wurde.
In seiner Einleitung sprach H. Schäffer über die Klimaveränderungsproblematik, Reichweite der fossilen Energieträger,
Notwendigkeit des Einsatzes der erneuerbaren Energien, sowie Sinn und Zweck der Errichtung von Solaranlagen für den Schutz unserer Umwelt.
Der Hauptteil seines Referates war natürlich über die geplante Bürgerbeteiligungs-Fotovoltaik- Anlage Ramensteinhalle Nattheim.
Dabei wurde die Örtlichkeit, Technik und Aufbauart anhand von projizierten Fotos erläutert.
Es ist geplant, dass die Solarstromanlage in 6,3 Kilowatt- Abschnitten erstellt wird und diese in 12 Anteilsgrößen a 525 Watt aufgeteilt wird.
Interessenten haben die Möglichkeit, sich mit einem oder mehreren solcher Anteilen zu beteiligen.

Die maximale Dachkapazität der Ramensteinhalle erlaubt eine Anlagengesamtgröße von 75,6 kWp, die sukzessiv vervollständigt werden kann.
Bei dem Thema Kosten und Ertrag wurde erläutert , dass man schon mit einem relativ kleinen Basisbetrag dabei sein kann.
Bei der Finanzierung mit einem (nur noch in diesem Jahr erhältlichen) KfW-Darlehen mit einem Zinssatz von 1,91% pa ergibt
sich für 8 Jahre ein monatlicher Belastungs-Betrag, der unter 10.-€/Monat liegt.
Dies ist gekoppelt mit der mit 45,66 ct/kWh durch das EEG für 20 volle Jahre gesicherten hohen Solarstromvergütung.
Nach Tilgung des Darlehens erfolgt eine Amortisation der Investition und Ausschüttung einer guten Rendite,
die weit über der eines Sparbuches liegt. Und all das mit der Erzeugung von umweltfreundlichstem Solarstrom.
Ein tolles Gefühl also dabei zu sein.
Mitinitiator Franz Brenner, von der Agenda21, erläuterte die Möglichkeit der Mehrwertsteuer-Rückerstattung durch das Finanzamt
und die für das Projekt eventuell nötige GbR-Gründung.
Weitere Informationen können bei der Agenda21-Gruppe unter
Tel. 07321-72414 oder per email
r-keim@t-online.de abgefragt werden.
Zusätzliche Informationen über das Projekt unter
www.nattheim.info/solar im Internet.